Veronika aus Edling im Bauernkalender

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So präsentiert sich Veronika im Kalender.

Edling - Schon bevor die Fotos überhaupt geschossen waren, gab es für Veronika eine Menge Anerkennung von den Bekannten: Die 23-Jährige ist Model im Bauernkalender 2012.

An soviel Beachtung hat die Edlingerin "nicht im Entferntesten gedacht", als sie sich eher aus einer Laune heraus für das Fotoshooting bewarb. "Da möchten schließlich 400 Mädchen mitmachen. Ich wollte mir einfach einen Spaß machen."


Der Auswahltermin war dann auch alles andere als ermutigend. Am Vormittag musste die Studentin noch eine Prüfung schreiben, dann ging es auf den letzten Drücker nach München. "Tanzen kann ich nicht, singen auch nicht", also gestaltete Veronika ihre Vorstellung einfach völlig anders als vorgeschlagen - und kam offensichtlich überzeugend an mit den selbst gebackenen Hauberlingen, die sie im Dirndlgwand präsentierte. "Reden kann sie wirklich", meint ihre Mutter dazu trocken.

Nächste Woche werden nun die endgültigen Fotos gemacht, von einer professionellen Agentur, die den Bauernkalender schon bei der deutschen Erstauflage letztes Jahr begleitete. Die erotisch angehauchten Szenen in Landleben-Kulisse, seit 2005 in der Schweiz etabliert, sorgten damals für große Aufmerksamkeit.


Die sexy Kalendergirls aus Süddeutschland

Franziska Mol ist auf dem Hof der Oma aufgewachsen. © www.deutscherbauernkalender.de
Dadurch hat Franziska früh gelernt, Kälber aufzuziehen oder Arbeiten mit dem Traktor zu verrichten. Ihr Hof ist der letzte seiner Art im Dorf. © www.deutscherbauernkalender.de
Julia Käppelers Eltern bewirtschaften einen Hof mit Milchkühen und einer Biogasanlage im Schwarzwald. © www.deutscherbauernkalender.de
Julia packte gerne mit an und der Umgang mit Tieren ist ihr sehr wichtig. © www.deutscherbauernkalender.de
Dazu ist Julia eine ausgezeichnete Bäckerin. © www.deutscherbauernkalender.de
Christina Wunderlich lebt auf dem Milchviehbetrieb ihrer Eltern im schönen Oberfranken. © www.deutscherbauernkalender.de
Christina liebt die Stallarbeit und die Mithilfe auf Land. © www.deutscherbauernkalender.de
Auch die Arbeit mit den Bullen und der Nachzucht bereitet Christina Freude. © www.deutscherbauernkalender.de
Die Eltern von Monika Blessing betreiben einen Milchviehbetrieb, wo sie seit ihrer Kindheit aushilft. © www.deutscherbauernkalender.de
Die Kinderpflegerin möchte später den Hof übernehmen, in ihrer Freizeit beschäftigt sie sich mit großen Pferden. © www.deutscherbauernkalender.de
Veronika hilft oft bei den Holzarbeiten im Wald, beim Holzspalten und Aufrichten mit. Dazu liebt sie die Arbeit im Garten und ist generell ein aktiver Mensch. © www.deutscherbauernkalender.de
Elisa Riebel ist auf dem Landwirtschaftsbetrieb der Eltern aufgewachsen und wohnt immer noch dort. © www.deutscherbauernkalender.de
Elisa studiert Landwirtschaft an der FH Anstalt in Bernburg im 7. Semester und ihr Ziel ist es, den Hof zu übernehmen. © www.deutscherbauernkalender.de
Sara Saueracker hatte schon mit drei Jahren ihr erstes Pferd. © www.deutscherbauernkalender.de
Sie arbeitet gerne bei ihrem Freund auf dem Hof mit 80 Milchkühen, Mastbulle und Schweinen. © www.deutscherbauernkalender.de

Echte Bäuerin ist Veronika nicht, aber als "Mädchen vom Land" sieht sie sich auf alle Fälle. Helfen bei der Holzarbeit und im Garten, das sei ihr bäuerlicher Bezug. "Und ois Kind hob i no d' Hena gfuadat." Sie lebt in dem ehemaligen Bauernhof in Edling mit vier Generationen unter einem Dach. "Do bin i einfach dahoam", stellt sie bestimmt fest: "I mecht ned in da Stod oid wern."

Nicht gerade Bäuerin, aber auf alle Fälle vom Land: Veronika möchte nicht in der Stadt leben.

Trotzdem ist die BWL-Studentin alles andere als provinziell. Nach mittlerer Reife und kaufmännischer Lehre wollte sie weitermachen, absolvierte die BOS und reiste und jobbte dann ein Jahr durch Australien. Ein Praktikum im Studium führte sie sogar mehrere Monate nach Uganda.

Überhaupt: Basketball, Fußball, reisen "und gern fortgehen" - aber eine Model-Karriere hat Veronika absolut nicht vor Augen, auch wenn sie letztes Jahr schon einmal "Rasenhase" bei 1860 München war. "Reine Gaudi" sei das alles, wiegelt sie ab. Zu freizügig präsentieren würde sie sich auch auf keinen Fall. "Ich mach sicher nichts, wo man wirklich was sieht", steht für sie vor dem Shooting in Garmisch fest. Trotzdem hat sie Oma und Opa schon mal vorgewarnt.

Denn auch wenn ihr derzeit alle gratulieren: "Was hinter dem Rücken geredet wird, weiß man nicht." Einerseits sei das alles lächerlich, findet sie. "Beim Baden im Bikini sieht man sicher mehr als auf den Fotos." Andererseits gibt sie auch zu, dass man "ein wenig Selbstbewusstsein" schon brauche. Vor allem jetzt, wo alles ein wenig anders gekommen ist. Wenigstens ihren vollen Namen möchte sie nicht in der Zeitung lesen: "I hob doch gmoant, des merkt gar koana, dass i do in dem Kalenda bin."

koe/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de



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